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St. Martin in Hüpstedt

Die erste Erwähnung einer Kirche in Hüpstedt findet sich in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Werner vom 7. März 1268. Mitte des 16. Jahrhunderts hatte die Komtur des Johanniterordens zu Weißensee das Kirchenpatronat 

 

übernommen. Nach Einführung der Reformation musste der katholisch gebliebene Komtur die Stadt verlassen. Mit der Säkularisation fiel das Patronat ab 1802 an Preußen. Die alte Kirche war entweder baufällig oder zu klein geworden. 1737 wurde mit dem Neubau der heutigen Kirche begonnen. Im Frühsommer 1740 ist der Bau fertiggestellt. Sie wurde am 29. Juni 1740 eingeweiht. Die Kirche wurde 1864 erweitert.

 

Anfang der 60er Jahre wurde das Kircheninnere grundhaft umgestaltet. Hintergrund war das II. Vatikanische Konzil. Hoch- und Marienaltar wurden ersetzt, der Chorraum erweitert und das Kirchengestühl ausgetauscht. Der Hochaltar kam nach Kreuzebra und wurde in der Kirchenmalerwerkstatt Walter Kruse renoviert und in der dortigen Dorfkirche aufgestellt. Unsere Hüpstedter Pfarrkirche wurde in weißen und grauen Tönen ausgemalt. Anfang der 80er Jahre erfolgte eine erneute Innenrenovierung der Kirche. Die barocken Schmuckelemente im Kirchenschiff wurden bei der malerischen Ausgestaltung wieder hervorgehoben. Ein aus der Mühlhäuser Kilianikirche stammender Barockaltar wurde aufgestellt und das Provisorium einer Kreuzdarstellung mit Johannes und Maria entfernt.

Kirche innen
Kirche innen
Kirche außen

Der Hochaltar, 1749 vom Bildhauer Stolze geschaffen, hat gewundene Säulen, verziert mit Akanthus. Das Kruzifix in der Mitte flankieren Figuren von Petrus und Paulus. Darüber befindet sich der Auferstandene mit einem Engel.

 

Die Saalkirche ist ein gedrungener Bau mit fünf Achsen mit dreiseitigem Abschluss des Chores und einem schiefergedeckten Dachturm im Westen. Im Herbst 1927 erhält der bisher mit einem Walmdach bedeckte Turm einen barocken, kupfergedeckten Aufsatz mit Haube und Laterne. Das Kirchenschiff ist mit einem flachen Satteldach bedeckt. Der Innenraum wird von einem flachen Kreuzgewölbe auf Strebepfeilern überspannt, dessen Stuck aus schlichtem Bandelwerk besteht. Die Vorgängerkirche verfügte bereits über eine Orgel. Die heutige Orgel mit 19 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal, wurde 1852 von Johann Michael Hesse dem Jüngeren gebaut und 2010 von Karl Brode & Sohn ,Heilbad Heiligenstadt aufwendig restauriert. Nach heutigem Wissenstand ist sie die einzige Hesse Orgel im gesamten Eichsfeld.

Pferd
Kirche außen