Gemeinde Hüpstedt

Das Dorf Hüpstedt, im Landkreis Unstrut-Hainich gelegen, befindet sich im Herzen Deutschlands nur wenig entfernt von dessen geografischem Mittelpunkt. In einer flachen Mulde des Höhenzuges mit Namen "Der Dün", der sich von West nach Ost durch das Eichsfeld zieht, liegt es ca. 450-460 Meter über NN. Die höchste Erhebung innerhalb der Gemarkung erreicht 504 Meter. Das Klima ist entsprechend rauh.
Mit seiner Flur ist das Dorf ca.1380 Hektar groß. Neben 780 Hektar Ackerland, die fast ausschließlich von einer Agrargenossenschaft mit ihren Tochtergesellschaften bewirtschaftet werden, verfügt Hüpstedt über 480 Hecktar mit Mischwald bestandenen Waldungen.
Verkehrsmäßig gut erreichbar liegt das Dorf im Schnittpunkt der Landesstrasse LIO 15 zwischen Mühlhausen - Worbis sowie der Landesstraße Leinefelde - Keula.

 |  |  Urkunde aus dem Jahr 1124
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| Die Geschichte Hüpstedts beginnt mit seiner ersten Erwähnung in einer Urkunde aus dem Jahre 1124. Über Jahrhunderte hinweg teilten sich das nahe gelegene, 1162 gegründete Kloster Reifenstein und die Ritter vom Hagen die unmittelbare Herrschaft über den Ort. Spätestens anno 1294 kam das Dorf mit dem übrigen Eichsfeld an das Kurfürstentum Mainz, wo es bis zum Jahre 1802 verblieb. Damals wurde der preußische König neuer Landesherr über das Eichsfeld. Von 1816 bis 1946 gehörte das Dorf zum Landkreis Worbis, von 1946 bis 1950 zum Landkreis Nordhausen und seither zum Landkreis Mühlhausen, der 1994 im größeren Landkreis "Unstrut-Hainich" aufging. Seit 1994 gehört Hüpstedt neben den Gemeinden Beberstadt und Zaunröden zur Einheitsgemeinde "Dünwald" und ist gleichzeitig deren Verwaltungssitz.
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 |  |  Einweihung einer Kreuzigungsgruppe am Schacht I. Ostern 1997
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Von 1912 bis 1924 wurde in 3 mehr als 850 Meter tiefen Schächten Kalisalz gefördert. Die damit entstandene Eisenbahn Verbindung nach Silberhausen bestand von 1912 bis 1947 und stellte die Verbindung zur Bahnlinie Berlin - Mez, der sogenannten "Kanonenbahn", her.
Heute (Stand 2002) leben ca. 1700 Einwohner in Hüpstedt. Zahlreiche Handwerksbetriebe sind im Ort ansässig.
Ein Gewerbegebiet am nordödtlichen Ortrand bietet Raum für weitere Neuansiedlungen. Zwei Gasthäuser und eine Eisdiele bieten Ihren Gästen einen angenehmen Aufenthalt mit einem reichhaltiges Angebot. Weitere Privatunterkünfte stehen zur Verfügung.
Lebensmittel- und andere Fachgeschäfte, Bäckerei und Fleischereien gewährleisten die Versorgung der Bevölkerung des Ortes und der Umgebung. Desweiteren sind mehrere Dienstleistungseinrichtungen und ein Altenpflegeheim am Ort. Erwähnenswert ist eine künstlerische Holzbildhauerei.

Das Dorf weist ein reges Vereinsleben auf. Eine langjährigeTradition haben beispielsweise Sport-, Schützen-, Feuerwehr- und Gesangverein. Zu den jüngeren Vereinen zählen der Kegel-, Heimat- und der Seniorenverein. Seit 1990 besteht eine Partnerschaft zur Gemeinde Hipstedt im Landkreis Rotenburg/Wümme. Ebensolange währt dieVereinsfreundschaft zwischen dem hiesigen Gesangverein "Cäcilia” und dem Männergesangverein ”Liederkranz” in Wolfershausen bei Kassel. Der Feuerwehrverein pflegt seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit derFeuerwehr in Dortmund-Groppenbruch.
In Hüpstedt befinden sich eine Grund- und eine Regelschule. Ein Kindergarten wird von der katholischen Pfarrgemeinde “St. Martin” unterhalten. Die Mehrzahl der Einwohner von Hüpstedt bekennt sich zum katholischen Glauben. Die evangelischen Christen werden vom Pfarrer imbenachbarten Rüdigershagen betreut.

 |  |  Heim, wo's Kreuz vom Hügel ragt...
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Nennenswerte historische Gebäude sind die 1740 eingeweihte Kirche,das von 1592 stammende ehemalige adlige Wohnhaus derer vom Hagen und ein halbes Dutzend Fachwerkhäuser. Ein neues Wohngebiet mit rund 100 Bauplätzen entstand Mitte der 1990er Jahre auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage ”Felsenfest”. Zahlreiche Wald- und Feldwege rund um das Dorf laden zum Wandern in einer noch weithin unbelasteten Natur ein. In diesem Zusammenhang sind zwei Bodendenkmale, der Mühlhäuser Landgraben und die Schwarzburg-Sondershäuser Landwehr an der südlichen und östlichen Gemarkungsgrenze zu erwähnen. Während man bei günstigem Wetter von einer Anhöhe in der südlichen Gemarkung den Inselsberg sehen kann, zeigt sich vom sogenannten ”Eichsfeldblick” an der Nordkannte des Düns der Harz mit dem Brocken.

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