Die Kirche

 |  |  Erste Erwähnung Hüpstedt's in einer Urkunde des Klosters Gerode aus dem Jahre 1124
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Mit seiner ersten Erwähnung in einer Urkunde des Klosters Gerode aus dem Jahre 1124 tritt Hüpstedt in das Licht der Geschichte.
Zwar wird Hüpstedt hier nur am Rande und mehr zufällig mit anderen Orten wie Büttstedt, Fuhrbach Jützenbach und Lüderode erwähnt, doch durch das Siegel des Mainzer Erzbischofs Adelbert I. wird unzweifelhaft belegt, welch alte Tradition unser Heimatort in sich trägt.
Eine Kirche in Hüpstedt wird erstmals im Jahre 1268 urkundlich erwähnt.
Mit der betreffenden Urkunde vom 7. März gestattet der Mainzer Erzbischof Werner dem Abt des benachbarten Klosters Reifenstein, die Kapelle im damaligen Nachbarort Elbericherode (heute Wüstung) von der Kirche in Hüpstedt zu trennen.
Dieser Hinweis läßt vermuten, dass die Pfarrgemeinde Hüpstedt schon damals eine größere war und eine Filiale im Nachbarort besaß. 
 |  |  Kirche mit altem Turmdach (vor 1927)
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Ein Pfarrer in Hüpstedt wird erstmals in einer Urkunde von 1278 belegt, sein Name war Heidenreich.
Das heutige Gotteshaus wurde in den Jahre 1737-40 erbaut und am 29. Juni 1740 durch den Erfurter Weihbischof Christoph von Gudenus eingeweiht. Auch die Vorgängerkirche hatte den hl. Martin als Patron.
Die heutige Kirche nimmt eine Grundfläche von knapp 34 mal 13,50 Quadratmetern ein. Der Kirchturm weist eine Höhe von über 25 Metern auf.
Das Patronat über die Pfarrkirche hatte im Mittelalter der Johanniterorden zu Weißensee inne. 
Als die Stadt 1539 protestantisch wurde übernahm sie auch die Rechte der Johanniter und schickte 1551 erstmals einen protestantischen Pfarrer nach Hüpstedt, dessen Einwohner daraufhin in den folgenden 27 Jahren evangelisch betreut wurden.
Erst 1578 wurde in Hüpstedt der katholische Glaube wieder hergestellt.
Das Kirchweihfest begeht die Gemeinde im Gegensatz zum eigentlichen Weihedatum der Kirche erst am Sonntag nach St. Gallus, also an dem auf den 16. Oktober fallenden Sonntag. 
 |  |  Das Kircheninnere vor 1980
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Hüpstedt war hart vom preußischen Kulturkampf betroffen. In dessen Folge war die Gemeinde von 1875 bis 1882 ohne einen Pfarrer.
Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Kircheninnere grundhaft verändert.
Der barocke Hochaltar, der Marienaltar und die Kanzel wurden entfernt und durch eine schlichte Kreuzigungsgruppe auf einem schlichten Travertinsockel ersetzt. 
 |  |  Pfarrkirche St. Martin Hüpstedt (1999)
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Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts erfuhr die Kirche erneut eine tiefgreifende Renovierung, in deren Rahmen der heutige, aus der Mühlhäuser Kilianikirche stammende Barockaltar von 1725 aufgestellt wurde.
Das dreistimmige Stahlgeläut wurde 1954 angeschafft. Eine Kapelle am Dorfrand, das Klüs´chen genannt, wird gern zu Maiandachten und Prozessionen im Sommer aufgesucht.
Seit einigen Jahren finden umfangreiche Sanierungsarbeiten in und um der Kirche statt. Nachdem das Kirchenäußere von 2000 bis 2003 grundhaft überarbeitet wurde (Sanierung der Grundmauern, Erneuerung der Bedachung usw.), das Gelände neu gestaltet wurde, ist im Jahr 2005 das Kircheninnere einer Sanierung und Erneuerung unterzogen worden. Dabei wurden die Kirchenbänke vollständig erneuert, eine neue Heizung installiert und die Ausmalung erneuert. Außerdem wurde ein Beichtzimmer eingebaut, sowie das Vesperbild der "Schmerzhaften Mutter" in einen durch eine Glastür abgeschlossenen Eingangsbereich integriert.
 Bilder von diesen Arbeiten und weitere Bilder befinden sich in unserer Bildergalerie...
 
 
 Kirche aktuell:

 |  |  Pfarrkirche St. Martin Hüpstedt (2005)
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Statistik:
Nach der Kirchenstatistik vom 31.12.2005 leben in der Pfarrgemeinde St. Martin 1323 (2004: 1355) Katholiken mit Hauptwohnsitz bei 1670 Einwohnern.
Sakramente und Sakramentalien:
- Taufen: 12 (15) Kinder
- Beerdigungen: 08 (15)
- Trauungen: 03 (04)
- Erstkommunionen: 12 (11)
- Firmungen: 54 (--)
- Gottesdienstbesucher: 331 (341)

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